Beiträge von Svanniversary

    Wirklich, das meiste davon habe ich schon in Videos erklärt.

    Ich habe mit den Videos ursprünglich genau deshalb gestartet, weil ich nicht die Zeit (und Lust) habe, hier im Forum seitenlang Technik zu erklären.

    Da musst Du jetzt durch und Dir wenigstens die Basics mal selber erarbeiten.


    Detailfragen werden wir dann hier sicher wieder klären können.


    Mit Basics meine ich tatsächlich Themen wie, was macht der Dämpfer, was macht die Feder, usw.

    Wir diskutieren hier vertieft Dämpfer-Ventilsysteme und degressive Dämpfer und dann kommt eine Frage die zeigt, dass das grundsätzliche Zusammenspiel zwischen Feder und Dämpfer unklar ist. Das ist verwirrend und nicht zielführend, weder für Dich, der sich dann in Details verheddert, noch für mich/uns, die überhaupt nicht wissen, auf welcher Basis die Technik diskutiert werden kann/soll.


    Darüberhinaus gibt es hier im Forum auch bereits richtig viel Kaufberatung zum Thema Fahrwerke.


    Deinem Anspruch, dass wir Dir hier mal eben nebenbei Fahrwerktechnik beibringen, kann ich leider nicht gerecht werden.

    Warum sollte man weichere Federn für ein Track-Setup nehmen?

    Der Dämpfer arbeitet nur dynamisch. Den statischen Teil muss die Feder machen.


    Von Anwendungen für die Landstraße sind wir hier schon ganz weit weg.


    Gut gemeinter Rat, lass Dich nicht von Begriffen verrückt machen, die Du im Detail noch nicht verstanden hast, sondern orientiere Dich hier an dem, was für viele andere bei der gleichen Anwendung gut funktioniert.


    Mit dem K-Tec, z.B. würdest Du ein sehr gutes und preiswertes Fahrwerk bekommen.


    Vielleicht auch mal zur Einordnung - mit all meiner beruflichen Erfahrung nehme ich den Dual Valve Effekt des Öhlins im Alltag nicht bewusst war. Nur unter Extrembedingungen und wenn ich mich bewusst auf die Beurteilung konzentriere, bekomme ich eine Idee, dass da gerade was passiert.

    Das ist also nichts, weswegen man sich als normaler Landstraßenfahrer verrückt machen muss.

    Ah, nein. Nichts davon kann ich gerade technisch nachvollziehen ;) .


    Wenn das Fahrzeug versetzt heißt das, dass das Rad die Bodenhaftung, also die Radlast verliert, was in der Regel an harten Federn und zu wenig Dämpfung liegt. Also so ziemlich genau das, was degressive Dämpfer so machen.

    Degressive Dämpfer heißt weniger Raddämpfung. Gut für Curbs und Rennstrecke, schlecht für Landstrasse und schlechtere Strassen.

    Radprellen ist schlecht für den Grip.

    Das ist nicht per se ein Komfortfeature, sondern dient dazu auf Rennstrecken die groben Stösse abzumildern.


    Auch hier sollte man sich wieder sehr genau überlegen, was man möchte.


    Lowspeed - Aufbaubewegung

    Highspeed - Radkontrolle


    Beim Öhlins funktioniert das etwas anders, weswegen es keine signifikanten Nachteile in der Raddämpfung hat.

    Ah, sorry, falsch verstanden.

    Ich persönlich würde das nicht einmal beim Daily machen, ich weiß aber auch, wie ich so fahre ;) .

    Mich würde auch alleine die permanente Überwachung stören und dass ich immer im Hinterkopf habe, dass ich „gut“ fahren muss.

    Ich fasse es mal kurz zusammen.


    Die Balance wird mit absteigender Bedeutung von den folgenden Bedingungen bestimmt:

    - Verhältnis Federrate vorne zu hinten (korrekt Wanksteifigkeit)

    - Verhältnis Stabi Wanksteifigkeit vorne zu hinten

    - Kinematik

    - Sturz/Sturzverhältnis vorne/hinten

    - Hinterachsspur


    Mit der Hinterachsspur stellt man die Balance nicht ein, sondern unterstützt die Fahrstabilität (oder verbiegt sie beim Fronttriebler).


    Beim Hinterradantrieb braucht man eine stabile Hinterachse, weil sie Brems- und Antriebsmomente abstützen muss.

    Ideal ist das Auto momentenfrei leicht untersteuernd, so dass die Hinterachse mit Lastmoment mitlenkend wird.

    Die o.g. Werte sind genau dafür ausgelegt worden.


    Darüberhinaus kann man das Auto weiter trimmen, in Richtung Fahrsicherheit oder Agilität.

    Mehr Agilität ist immer mit einem unruhigeren Heck verbunden, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, Ausweichmanövern, schnellen Kurven. Das muss man mögen und der fahrerische Skill sollte dafür sehr, sehr hoch sein.

    Was viele möchten, ein loses, spielerisches Heck, um bei moderatem Tempo zu spielen, führt zwangsläufig dazu, dass das Auto bei höherem Tempo und schärferer Fahrweise giftig wird. Gerade der MX-5 wird dann sehr schnell in der Rotation, so dass man z.B. bei schnellerer Landstrassenfahrt ständig ins ESC fährt, oder das Auto ausbalancieren muss. Das ist eigentlich nur etwas für Profis und die Rennstrecke. So etwas versuche ich mit den Forenwerten zu vermeiden.


    Jetzt ist ja für Dich nur die Frage, mit welchen Werten Du startest, um es dann für Dich anzupassen. Ich empfehle die Forenwerte.

    Wieviel Hinterradantrieb Erfahrung hast Du? Das Thema Spur und Hinterachse bei Frontantrieb ist etwas ganz anderes.

    Der MX-5 braucht das tatsächlich für eine stabile und gut führbare Hinterachse.

    Das macht ihn weder unhandlicher und das Heck arbeitet trotzdem mit, wenn die Fahrtechnik passt.


    Wenn Du tiefer einsteigen willst, schau Dir meine Videos bei YT an (siehe Signatur).