Beiträge von BJ323F

    Mache ich, wenn es denn wirklich so kommt. Björn @BJ323F hatte ja - auch schon mal hier von ihm verlinkt - auf mx-5.net seine sehr interessante Alternative beschrieben: Toyo Proxes R1-R 205/50R16 auf 16" Serienfelge, Design 158A.
    Vorteile: Die Mazda-Felge ist gewichtsmäßig kaum zu schlagen, kaum schwerer als die OZ Alleggerita HLT in 7x16, kostet aber zusammen mit dem Reifen nur ungefähr so viel, wie die OZ-Felge alleine. Dank serienmäßiger Einpresstiefe bleibt der Lenkrollradius exakt so, wie ab Werk geplant, der sehr breite Reifen kommt aber trotzdem ca. 1cm weiter nach außen, als der serienmäßige 205/50R17 Bridgestone Potenza S001. Außerdem liefert er bei geeignetem Luftdruck einen größeren Latsch. Und vor allem: Das ganze funktioniert erklärtermaßen.


    Nachteile (wenn man so will): Das komplette Rad ist kaum leichter als das 17" Serienrad. Wer auf die Optik steht und den Reifen noch weiter rausstehen haben möchte, kommt nicht weiter. Spurplatten verbieten sich aus meiner Sicht auch dann, wenn man den veränderten Lenkrollradius in Kauf nehmen möchte schon aus Gewichtsgründen. Der Reifen wird schneller verschleißen (von nix kommt nix). Edith: Rein optisch gefällt mit die Alleggerita auch noch etwas besser. Optisch perfekt wären für mich 10-Speichenfelgen, aber da habe ich noch nichts gefunden, was gewichtsmäßig interessant und eintragungsfähig wäre.


    Die Alleggerita 7x16 würde eben noch ein paar Millimeter weiter herauskommen (mit ET42 oder ET37) und noch etwas weniger wiegen. Dafür zahlt man einen Premiumaufpreis und wie sich die Kombination in Bezug auf die Lenkpräzision verhält, ist meines Wissens noch von niemandem beschrieben worden. Eine etwas andere Geometrie kann vielleicht nützlich sein, aber vielleicht auch nicht. Deshalb bin ich noch etwas unentschlossen, hätte aber die neuen Räder gerne drauf, bevor ich Ende April bei @Taxidriver vorstellig werde (auch wenn das nicht unbedingt nötig wäre).

    Zwei, drei Kommentare zu unserer Rad-Reifenwahl:
    - Ja, das Serien-16"-Rad ist schön leicht, was uns wichtig war. (Im Vergleich zu meiner 7x16 ET 31 auf der VA der kleinen Engländerin, die Felge wiegt reale lackierte 5,3 kg, ist das Mazda-Gussrad natürlich "schwer".)
    - Den R1R habe ich wegen seiner Performance gewählt. Reifen dieser Art sind durch ihren steifen Aufbau schwerer als normale Straßenreifen. Der Federal 595RSR ist nochmal schwerer, auch der Yokohama AD08R ist ein eher massiver Pneu. Dafür sind diese Vertreter performant und zugleich komfortabel. Dank der kleinen leichten Felge passt das Gesamtgewicht wieder. Der R1R btw. ist einer der leichtesten UHPs.
    - Die Breite des Reifens hilft der Optik, das war jedoch kein Auswahlkriterium.
    - M. E. würde eine ET42 das Lenkgefühl nur gering beeinflussen, daher hatte ich die OZ A. auch erwogen. Jedoch gefällt sie mir optisch gar nicht.


    Komm vorbei und schau's Dir an,
    wir könn' gern auch 'ne Runde fahr'n.

    Ggf. lohnt sich der Besuch einer komfortablen und vielleicht verlässlicheren Messanlage!?


    Sollten die 2' hinten stimmen (das zweifle ich nicht an), so stimmen Deine vorherigen Beobachtungen und diese mit dem theoretisch zu erwartenden Fahrverhalten überein.
    Zur Lenkpräzision: Nimmst Du ggf. die Gegenkraft der Lenkung bei untersteuerndem Setup als Lenkpräzision war? Ich empfinde ein neutrales Auto als präzise, weil es macht, was ich vorgebe, und ich keinen Untersteuer-Unwillen des Autos in meine Lenkarbeit (Timing, Winkel, Kraft) einbeziehen muss..

    Wir haben mit 2,0 bar auf den 17"ern angefangen - nach unserem Geschmack ein wenig zuviel. Mit 1,9 bar war es deutlich besser.


    1,8 bar haben wir nicht mehr ausprobiert, da wir auf die 16-Zoll-Kombi gegangen sind: 6,5x16er Mazda-Felge mit Toyo R1R in 205/50. Dieser läuft mit 1,8 bar sehr gut, ggf. auf 1,7 noch besser, wird ausprobiert.

    Ich war eben gerade in der Werkstatt die die Messung/Einstellung durchgeführt hat. Wir glauben das es beim 'handwarmen' Anziehen ein Durchrutschen des Exzenters am rechten Führungslenker gab.- Dafür macht er mir jetzt die Sommerreifen kostenlos drauf. Ich werde wohl den Federal 595 RS-R 215/40 R17 nehmen. 10,1kg - Aua! Ob die wohl auf der Serienfelge funktionieren?


    Also, kann schon sein, dass ich noch ein kleines bisschen Untersteuern habe. Aber, ich werde erst die Sommerreifen aufziehen, und dann ggf korrigieren.
    Jedenfalls ist meine Lenkpräzision auf dem Niveau von weitaus teureren Autos. Und die Traktion aus Kurven heraus ist schon super für einen Winterreifen.


    Ja so ein Auto-Auto vergleich wäre hierfür genial. Ich fahre nur eben immer nach Weissach in die entgegengesetzte Richtung.

    Danke für das Feedback.
    Vorschlag: Teste das Handling im Frühjahr mit den neuen Schläppchen. Es wird durch Präzision vielleicht einfacher sein, es zu bewerten.

    Coole Aktion!


    Womit hast Du den Luftdruck gemessen?


    Davon an: Wenn Deine Messwerte korrekt sind (das zweifele ich nicht an), so dürfte Dein Auto noch immer untersteuern. Dass die -1°40' Sturz hinten den Reifen auf seiner "Innenkante" laufen lassen oder dieser Effekt zu Untersteurn führt, das glaube ich auch noch immer nicht.


    Würden wir näher beieinander wohnen, so würde ich nach einem Fahreindruck in Deinem Auto fragen und Dir eine Mitfahrt in meinem anbieten.

    Kann jemand noch etwas genauer sagen, bis zu welchem Aussentemperaturbereich vor allem in Kombination mit Nässe der Federal und der ToyoR1R gut funktionieren?Es gibt ja so einige Reifen, die ab 5 Grad und Nässe ziemlich zickig werden ...

    Ähnliche Story wie von RollerRalf vom R1R:
    Südtirol, also eher normaler bis leicht rutschiger Belag. Kleine Runde vor dem Frühstück am frühen Morgen. Mai, Regen, kalt (Ansaugluft 5°C). Viiiel Grip. Unglauben. Anhalten unter einer Brücke, da der Regen schon eklig stark war. Hand auf den Reifen: Leicht warm.


    Soll heißen: Der R1R hat nach meiner ErFahrung auch bei geringen Temperaturen und auch bei Nässe viel Gripp, durchaus mehr als "normale" Sommerreife". Aber: Der normale Sommerreifen wird gleichmäßiger in den Bereich des "mir ist zu kalt" übergehen, Reifen wie R1R und 595RSR bedürfen mehr Gefühl am Volant, um den Grenzbereich bei geringen Temperaturen oder viel Regen oder bei weit heruntergefahrenem Profil zu spüren.

    Ja, der Effekt tritt so "stark" auf.
    Diesen "Effekt" mache ich mir auch ein wenig zu nutze. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten läßt sich der Wagen dann gut übers Gas in Kurven lenken, wird die Geschwindigkeit und die Last damit höher erreicht der Reifen die volle Aufstandsfläche und volle Gripniveau.
    Allerdings sind sie genannten Sturzwerte Erfahrungsgemäß viel zu hoch, so das die volle Aufstandfläche erst sehr spät oder gar nicht erreicht wird.


    Zu Conti sag ich nur so viel, nicht mein Reifen. 5 mal probiert, 5 mal auf die Schn.... gefallen.

    Die beschrieben Theorie ist mir geläufig; dass 1°45' diesen Effekt bei einem schmalen 205er Reifen so stark zum Tragen bringen.... Ich glaube nicht so ganz daran. Ja, den Unterschied zwischen "Reifen berührt den Boden" und "Kraft gleichmäßig über Fläche verteilt kenne ich".
    Unser letzter NC war rundum auf -1°30 eingestellt. Das fuhr sich noch immer recht harmonisch. Zusammen mit dem 5' Spur je Rad liefen auch die Reifen außen/innen nahezu gleichmäßig ab. Den von Dir ins Spiel gebrachten Effekt konnte man gaaaaaaaaaaaanz leicht spüren, jedoch wirkte er nicht als das Fahrverhalten wesentlich bestimmend.
    Die Elli fahren wir mit 2° auf der HA, auch hier ist der beschriebene Effekt nur in spitzesten Kehre und auch dann nur minimal zu spüren.


    Den vom TE beschriebenen starken Effekt darauf zurückzuführen, hm, irgendwie glaube ich nicht daran. Vielleicht muss der Reifen noch einlaufen, aber auch dies wird es nach meinem Bauchgefühl nicht kurieren. Luftdruck und Fahrstil würde ich nun begutachten wollen - vielleicht ist der 850P auf dem ND aber auch sch....


    Btw.: Conti SR mag ich persönlich auch nicht, fahre jedoch als WR den 830P (Vorläufer des 850P) auf dem hinterradgetriebenen Alltagsauto. Ganz ehrlich - der geht richtig gut, sei es nass oder trocken. Ist aber stets Geschmacksfrage.



    Woher wisst ihr das eigentlich alles? Ich kann da nur staunend mitlesen.


    Ich fahre seit 45 Jahren Auto, kenne gerade mal den Unterschied zwischen Über- und Untersteuern und dass die Spur neu eingestellt werden muss, wenn man zu heftig gegen einen Bordstein gefahren ist.

    Habe vor zehn Jahren begonnen, mich in das Thema einzuarbeiten. Über sieben Jahre hinweg habe ich knapp einhundert Fahrtrainings für leichte heckangetriebene Autos gegeben. Dadurch habe unzählige verschiedene Fahrzeuge kennen gelernt und einige davon mit Teilnehmern gemeinsam abgestimmt.
    Ich erachte mein Wissen in diesem Bereich dennoch als noch sehr, sehr ausbaufähig.