Beiträge von Inari

    Ich bin ja jetzt sicher nicht der repräsentative Querschnitt, aber mir erschließt sich absolut nicht, was an einem hohen Losbrechmoment gewollt sein könnte.

    Ich bin auch mehr als 20 Jahre ganz normale VWs als Firmenwagen gefahren, aber so ein Geschaukel wie im serienmäßigen MX5 ND habe ich noch nie erlebt.

    Vor meinem MX5 ND RF bin ich auch schon ausgiebig den NC gefahren (der auch schon weicher als seine beiden Vorgänger war), aber der ND war im Serientrimm noch ein ganzes Stück weiter von dem entfernt was ich mir von einem leichten, kleinen Sportwagen fahrwerkstechnisch erwarte.


    Just my 2 Cent.

    Das mag sich für jeden individuell anders darstellen, und wenn jemandem das Serienfahrwerk des ND gefällt, dann ist es für den ja gut so wie es ist und ich wäre der Letzte der es ihm ausreden wollte.

    Ich denke kein Hersteller macht etwas aus Absicht "schlecht".

    Die Bilstein Stoßdämpfer sind halt recht günstige vom Einkauf bei Mazda beschaffte Stoßdämpfer, die mit höherer Dämpfung den kürzeren und wohl auch härteren Federn des "Sportfahrwerks" ab Werk eine entsprechend passende Dämpfung bieten sollen.

    Als "Nebeneffekt" haben diese von der Dämpfungsrate der anderen Federung angepassten Dämpfer halt ein recht hohes Losbrechmoment, was dem maximal dafür veranschlagtem Budget der Konstruktion geschuldet ist.

    Wer jetzt ein "sportlicheres" Fahrwerk, wie das mit jeder Modellgeneration des MX5 immer mehr dem Massengeschmack des Zielpublikums in Richtung "weich" bzw. '"komfortabel"angepasste Serienfahrwerk, haben möchte, der muss sich halt im Aftermarketbereich bedienen und dafür noch einmal extra Geld in die Hand nehmen.

    Da der größte Teil des Zielpublikums für einen MX5 wohl inzwischen eher ein bezahlbares Cabrio haben möchte als einen leichten Sportwagen, ist das für Mazda wohl auch rein wirtschaftlich gesehen richtig.

    Und für die paar Prozent, die einen leichten Sportwagen zu einem Preis deutlich unter dem vergleichbarer anderer Modelle haben möchten, kommt dann halt noch der ein oder andere Euro für eine vernünftige Fahrwerksmodifikation zum Kaufpreis hinzu.

    Wenn man's weiß kann man sich ja darauf einstellen.

    Das Herumgewürge unter hoher Last bei niedrigen Drehzahlen lässt den Motor heiß werden.

    Wenn man ihn schön frei drehen läßt, fördert durch die höhere Drehzahl die Ölpumpe und die Kühlwasserpumpe mehr und so wird der Motor thermisch weniger belastet.

    Bei den älteren Autos wurde ja auch oft der Kühlerventilator rein mechanisch vom Motor angetrieben und so war es unbedingt ratsam im Sommer den Wagen nicht im großen Gang den Brenner hinaufzuquälen, sondern herunter zu schalten und ihn ordentlich "jubeln" zu lassen.

    Ich denke diese "den Motor über 2500 Touren drehen zu lassen macht den Motor kaputt"-Angst kommt daher, dass heute die Fahrschüler bereits in der Fahrschule angehalten werden, schon bei 2000 U/min in den nächsten Gang zu schalten, um spritsparend zu fahren.

    Darum meint auch die Mehrheit sie braucht mindesten über 200 PS weil der Wagen sonst nicht zieht, da sie zum Überhohlen nicht herunterschalten, sondern einfach im sechsten Gang bei 70 km/h Vollgas geben und sich dann wundern warum ihr teures Auto nicht ordentlich beschleunigt. (und bestellen dann das nächste Mal einen Wagen mit mindestens 300 PS... ;)

    Ohne dass ich jetzt selbst ein "Fahrwerker" bin, sondern mir nur mal zusammen mit meinem MX5 das Buch von Wolfgang Weber gekauft habe und jetzt ein (in der Federrate der vorderen Federn modifiziertes) KW V3 habe.

    (Insgesamt also eher Interessierter mit allgemein technischem Verständnis)


    Der limitierende Faktor dass das Rad nicht weiter einfedern kann bis es oben am Kotflügel ansteht ist erst mal immer da. (egal welche Tieferlegungen, Federraten etc.)

    Normalerweise wird das meines Wissens verhindert in dem vorher das Fahrwerk an den sog. Bumpstops ansteht, bevor der Reifen vorher im Radhaus schleift.


    Erfolgt eine Tieferlegung durch kürzerer Tieferlegungsfedern, ist natürlich der Federweg auch kürzer als bei den normalen Serienfedern.

    Entweder geht man dann, dann wenn das Rad weit einfedert in diese Bumpstops (was ja fahrtechnisch nicht gewünscht ist), oder die Feder müsste extrem hart ausgelegt sein, so dass sie nur sehr wenig einfedert.

    Weiterer Nachteil der kürzeren Federn: Die (nun "zu langen") Serienstoßdämpfer arbeiten nicht mehr in dem Bereich wie es vorgesehen ist und stehen im Extremfall sogar einfach mechanisch an.


    Bei einem Gewindefahrwerk, wird der Auflagepunkt der Feder verlegt, so daß eine lange Feder mit ordentlichem Federweg zum Einsatz kommen kann und das Fahrzeug trotzdem tiefer liegt.

    (Die dazu passenden Dämpfer sind dann auch immer gleich mit dabei. Diese müssen ja nicht nur kürzer sein, sondern auch stärker dämpfen können, damit das harmonisch zu den höheren Federraten passt)

    Würden die Federn jetzt eine genauso geringer Federrate haben wie die Seriendämpfer würde der Reifen durch die Tieferlegung wieder eher im Radhaus oben anstehen, oder in die Bumpstops gehen bevor dies passiert.

    Soweit mir bekannt sind aber alle Gewindefahrwerke gegenüber der Serie mit höheren Federraten ausgestattet, so daß bei gleicher Kraft z.B. durch Überfahren einer Bodenwelle weniger weit einfedert als bei der Serie und somit auch weit genug vom Radkasten entfernt bleibt.

    Wenn es sich beim Einfedern um einen Impuls handelt und nicht um eine langsame Verschränkung sollten die stärkeren Dämpfer das Einfedern nach meinem Verständnis ja auch dämpfen.


    Schlussendlich soweit ich das jetzt nach einigen Jahren mit meinem Fahrwerk für mich beurteilen kann, fühlt sich das ganze Fahren jetzt viel exakter und straffer an (so wie ich es eigentlich bei einem "Sportwagen" ab Werk schon erwarten würde), ohne dass es irgendwie "hoppelig" geworden wäre, oder das Fahrzeug bei Bodenwellen versetzt oder unruhig werden würde. Im Gegenteil, bei hohen Geschwindigkeiten traute ich mir vorher kaum eine Hand zum Radio zu führen, wo jetzt das Auto für mich viel sicherer und satter liegt und geradeaus läuft, so daß ich auf schnell gefahrenen Autobahnstücken nicht ständig mit der Lenkung nachkorrigieren muss.

    So weich und wenn man will "komfortabel" wie das Serienfahrwerk war, ist es natürlich nicht (außer die Straße ist bretteben) aber nun eigentlich genauso, wie ich das bei einem sportlichen kleinen Flitzer auch haben wollte.

    Oder blöd gesagt, macht das Fahrzeug jetzt beim Fahren das was ich will, und mir auch eigentlich schon ab Werk so gewünscht hätte.


    Ich würde das jederzeit wieder machen. (nur diesmal gleich von Anfang an mit Federraten von 60/37 und nicht erst 40/37 ;)


    Obwohl mir persönlich sehr tief liegende Autos nicht so besonders gefallen, finde ich dass die Tieferlegung, wie ich sie jetzt habe, neben dem Fahren auch optisch das Auto stimmiger erscheinen läßt.

    (Ich denke beim Erscheinen wurden alle Pressefotos mit dem ab Werk angebotenen "Sportfahrwerk" gemacht, das so in etwa 3 cm tiefer sein dürfte wie das "normale")


    P.S.

    Das von Svanniversary auf seinem Youtube Kanal vorgestellte Fahrwerksbuch von Wolfgang Weber kann ich auch wirklich empfehlen.

    Auch für mich als technisch interessierten "Laien" hat das wirklich was gebracht und verglichen mit den ganzen "Optimierungen" am Fahrzeug ist das noch ein relativ preiswertes Vergnügen, was sich für mich sehr rentiert hat!



    Sollte ich oben irgend etwas nicht so ganz korrekt dargestellt, oder gar einen Blödsinn verzapft haben, mögen mich die Fahrwerksprofis bitte korrigieren!

    Diese Ultraschall aussendenden Geräte gibt es auch mit Bewegungsmelder.

    (auch mal ganz billig beim Discounter, technisch ist da ja auch absolut nix besonderes dahinter)

    Die Ultraschalltöne werden dann nur für einen kurzen Zeitraum von ein paar Sekunden ausgesendet, wenn eine Bewegung erfasst wird und nachher ist wieder Ruhe im Karton und keine akustische Umweltverschmutzung dauerhaft vorhanden.

    Wenn ich das Teil neben ein im Freien geparktes Auto stelle, gibt es Morgens am Dach und Frontschiebe keine lustigen Spuren von Marder oder Katze.

    Habe ca. 15.-€ dafür bezahlt und läd sich jeden Tag, auch bei Schwachlicht, mit der Solarzelle selbst wieder auf.

    Sogar Höhe der Frequenz (zur "selektiven Vergrämung") und Reichweite (Empfindlichkeit) des Bewegungsmelder lassen sich einstellen.

    Seit ich Auto fahre habe ich immer nach dem Waschen die Bremsen trocken gefahren.

    Sonst rosten die auch bei anderen Fabriakten/Modellen nach jedem Waschen oberflächlich an.

    Evtl. kann man sich das eher lästige Waschen auch schön reden, mit der Aussicht gleich danach die Bremsen trocken fahren zu dürfen... ;)