Beiträge von Skipper

    Daran sieht man, dass ihr alle nicht zum Formel-1-Piloten taugt. :P Da geht schon seit ewigen Zeiten nichts mehr ohne Linksbremsen. :)

    Das links bremsen stammt aus der Zeit von Hannu Mikkola, anfang der 80er Jahre im Audi Quatro und diente damals wie heute der Glättung der brutal einsetzenden Motorleistung. Man setzt beim einlenken Motorleistung und gibt davon mit der Bremse soviel an die Räder frei wie man braucht. Im Prinzip bremst man mit dem linken Fuß nicht das Auto sondern verhindert das Durchdrehen der Räder. Das bedarf wirklich viel Übung.


    Bei vielen heutigen Autos wird bei Betätigung der Bremse die Einspritzung und Zündung abgeschaltet (z.B. VW) so das der Motor bei betätigung der Bremse sofort in die Motorbremse fällt. Dann ist diese Technik nicht möglich, bzw ist dann das links bremsen sinnlos.

    Wenn man Zeit hat gemütlich runter zu schalten und jedesmal die Motorbremse (sagte ich schon, dass es sowas im Spider nicht gibt?) nutzen will, ist man def. zu langsam.

    Fährst Du im öffentlichem Strassenverkehr tatsächlich bis an den Bremspunkt um dann voll in die Bremse zu steigen ?


    Wenn der Spider keine Motorbremswirkung hat, kannst Du diese Fahrtechnik natürlich nicht anwenden. Du würdest ja wirklich rollen statt bremsen. Ging mir ja auch so. Mangels Motorbremse musste ich immer auf die Bremse steigen und am Einlenkpunkt, genau da wo ich aufhöre zu bremsen und vom Motor Leistung brauche, war das Getriebe mit zurückschalten beschäftigt.


    Fazit : der Spider hat keine Motorbremswirkung. Ich habe danach vergeblich gesucht und geglaubt das an der fehlenden Motorbremswirkung das Schaltverhalten der Automatik schuld ist.
    Wenn ich nochmals das Glück habe einen Abarth mit Automatik fahren zu dürfen, wIrd es herauszufinden sein wie man das Getriebe dazu bringt während des Bremsvorganges so zurückzuschalten dass am Einlenkpunkt ein sauberer Übergang von Bremse auf Motorleistung anliegt.

    @Artus
    Da hast Du mich sicherlich missverstanden.
    Wenn beim bergauf fahren die Leistung fehlt, bleibt man bei der Automatik am Gas und schaltet einfach zurück. Ich glaube das hast Du sagen wollen.


    Ich möchte im normalen Straßenverkehr, ob ebene Fahrbahn bergab oder bergauf ist egal, beim anbremsen einer Kurver nur mit dem Motor abbremsen ohne auf das Bremsbedal zu treten. Die Bremswirkung des Motors ist bei höheren Drehzahlen meistens für die benötigte Verzögerung ausreichend. Den Fuß am Gas lassen kann man dabei natürlich nicht. Das macht bei einem leichtem Hecktriebler sinn, da die Vorderräder dann keine Bremslasten tragen müssen und der volle Gripp zur Verfügung steht. Die Motorbremse an den Hinterräder wird beim Einlenken durch sachtes gasgeben aufgelöst.


    Für den Motor und das Getriebe ist das völlig unschädlich wenn man innerhalb der zulässigen Drehzahl bleibt. Bei einem Automatikgetriebe schalte ich bei den gleichen Drehzahlen zurück bei denen der Automat im Sportmodus selbsständig nach dem Hochdchalten den höheren Gang angesetzt hat. Beim Abarth ging das nicht. Der BMW X1 macht das problemlos, der VW Scharan den ich heute fahre auch, es macht bei diesen schweren Autos mit völlig anderen Antriebskonzepten jedoch keinen Sinn so zu fahren.

    @Merten124
    @MX505


    Im entspanntem Fahrmodus lässt sich das Automatikgetriebe ganz sauber manuell schalten.


    Bei anbremsen einer Kurve bei ca. 4.000 rpm von der 3. in die 2. zurückschalten und mit Unterstützung der Motorbremse in der 2. von ca. 6.000 auf ca. 4.000 weiterbremsen um am Einlenkpunkt in der 2. bei ca. 4.000 rpm Druck auf der Hinterhand zu haben geht nicht. Das Automatikgetriebe schaltet so schön mit Zwischengas zurück, nur für mich zu spät. Ich war immer zu früh am zurückschalten - das Getriebe tut nichts - nochmals zurückschalten - die Geschwindigkeit ist schon weg, der Einlenkpunkt ist da, das Getriebe ist mit schalten beschäftigt und ich habe keinen Druck auf der Hinterhand. Sauberes Fahren schaut anders aus. Mit ein bisschen Übung gelingt das sicher besser, für meinen Geschmack deutlich zu spät.


    Von der 2. in die 1. zurückschalten geht nur unter ca. 2.600 rpm. Daher kann man in Spitzkehren nicht mit hoher Drehzahl in der 1. in die Kehre hineinbremsen, querstellen, im Scheitel mit Gas das Heck herumdrehen und rausbeschleunigen.


    Dafür halten sicher die Reifen länger :P

    Mit den verschiedenen Ausführungen des Abarth habe ich mich nie auseinandergesetzt. Ich bin nur durch Zufall dazu gekommen den Abarth zwei Tage fahren zu dürfen. Meines Wissens nach hat der Abarth kein Sperrdifferenzial. Ein Sperrdifferenzial ist aus meiner Sicht beim Automatik unnötig, weil ich das Auto nicht in den Fahrbereich bekommt wo es gebraucht wird.


    Wenn man den Abarth zum cruisen verwenden will, und keinen Wert auf eine schnelle Gangart auf engen winkeligen Straßen legt, ist die Automatik voll in Ordnung und über jeden Zweifel erhaben. Für das Fahren auf langgezogenen schnellen Straßen, Autobahnen und im Stadtbetrieb ist die Automatik sehr gut. Ich konnte mich mit dem Automatikgetriebe nicht anfreunden, weil es mir nicht gelungen ist es beim anbremsen und herausbeschleunigen aus den Kurven zum exakten Schalten zu bewegen. Da ich in den Alpen zu Hause bin, und sehr enge kurvenreiche Straßen mein Revier sind, kommt die Automatik für mich nicht in Frage.


    Ob der hohe Verbrauch beim Abarth normal ist kann ich auch nicht beurteilen. Es ist aber normal, dass starke kleinvolumige Turbo Motoren mehr verbrauchen als moderne Motoren die Ihre Leistung aus mehr Hubraum beziehen. Für ein Spaß Auto, das nicht viel gefahren wird, ist das auch nicht so wesentlich. Mein G160 ist 6 Monate alt und 21.000 km gelaufen. Da ist für meine Anwendung der hohe Verbrauch des Abarth ein KO Kriterium.


    Zu einer langen Probefahrt kann ich nur raten. Einmal einen ausleihen, und ein Wochenende spaß haben, kostet nicht die Welt. Letztes Jahr habe ich auch durch Zufall einen G160 als Leihwagen bekommen, und heute habe ich selbst einen.

    Reifendruckkontrolle:
    Der Abarth hat sogar ein aktives System mit Sensoren in den Rädern.


    Da habt ihr sicher recht. Bei der Schaltereinheit links vom Lenkrad gab es nur einen Schalter für ESP ein/aus. Da beim ND sich in dieser Schaltereinheit die Rücksetzung für die Reifendrucksensoren befindet habe ich angenommen das es diese Sensoren nicht gibt. Da habe ich mich wohl zu sehr auf die Verwandtschaft mit dem ND verlassen.


    Ja, der Abarth hat gut Druck beim beschleunigen. Mit dem Automatikgetriebe, mangels Feinfühligkeit, für mich nur auf der Geraden. Das manuelle schalten der Automatik klingt gut und läuft sauber ab. Es dauert für mein Gefühl jedoch eine Ewigkeit bis der nächste Gang zur Verfügung steht. Beim rauf und runterschalten. Daran konnte (wollte) ich mich einfach nicht gewöhnen. Auf Grund des für mich nicht zum Auto passendem Automatikgetriebes kam kein Gefühl für den Motor auf. Normalerweis freue ich mich bei einem Leihwagen über ein Automatikgetriebe. Gibt es mir doch Ressourcen für alle die Dinge die man beim Autofahren nicht machen sollte. Mit dem Abarth wollte ich sauber und exakt fahren, was mir nicht so richtig gelungen ist.

    Seitensprung in Hamburg ....


    Letzte Woche hat die nette Dame von Sixt am Flughafen in Hamburg gefragt ob ich auch mit einem kleinen Cabrio zufrieden bin.
    Na wenn es den nicht anders geht ... habe mich bei der netten Dame bedankt und den Schlüssel für einen


    Abarth 124 Automatik bekommen (ohne Navi - Sixt spart).


    Sehr fesches Spielzeug, sorgt für regen Gesprächsstoff, auch an der roten Ampel mit den Innsassen der Nachbarautos. Der Neid der Arbeitskollegen war mir sicher.


    Abarth 124.jpeg


    Nach dem Starten :
    Woaaaaarrrr der ist aber laut ! Den dürfte ich zu Hause nur starten wenn im näherem Umkreis keine Kinder schlafen ....
    Beruhigt sich aber gleich wieder im Standgas. Beim fahren im Schiebebetrieb bei ca. 2.000 rpm vibriert der Bass des Auspuffsounds so, das es mir in den Ohren weh tut.
    Bei meinem G160 bleibt der Original Auspuff drauf, der ist so schön unspektakulär.


    Der nächste Blick : Verbrauchsanzeige 9,9 l/100 km auf ca. 10.500 km, na den Abarth haben die Kunden von Sixt wohl nicht geschont.


    Abarth 124-1.jpg


    Also schauen wir was der Abarth wirklich braucht : Vom Hamburger Flughafen durch die Stadt nach Altona = 11 km in einer 1/2 Stunde = 12,3 l/100 km
    Das ist doppelt so viel wie mein G160 im Stadtverkehr verbraucht.


    Abart 124-2.jpg


    Versuch macht klug : sehr gemütlich für ca. 1 1/2 Stunden übers Land nach Mecklenburg = Verbrauch 7,7 l/100 km.
    Bei dieser gemütlichen Gangart verbraucht mein G160 ca. 5,5 l/100 km.


    Dann eine 1/2 Stunde über die Autobahn, nach Tachoanzeige bis 210 kmh, dabei flossen laut Verbrauchsanzeige 29,7 l/100 km bei Volllast in den Motor, der Gesamtverbrauch bis zu meinem Ziel erhöhte sich auf 13,3 l/100 km. Zum Vergleich läuft mein G160 im 6. Gang 5.800 rpm = ca. 225 kmh bei einem Verbrauch von 18,1 l/100 km bei Volllast nach Verbrauchsanzeige.


    In zwei Tagen gefahren : 376 km, getankt 40,67 l = 10,8 l/100 km
    Zurückgegeben habe ich den Abarth mit einer Anzeige von 10,1 l/100 km auf ca. 10.870 km.
    Der Verbrauch des von mir gefahrenen Abarth liegt bei normaler Fahrweise bei ca. 10 l/100 km. Meine erste Annahme, das der angezeigte hohe Verbrauch dem kräftigem Gasfuß der Sixt-Kunden geschuldet ist, hat sich nicht bestätigt. Längere schnelle Autobahnfahrten belasten den Geldbeutel.



    Zur Automatik :
    Zum gemütlichem cruisen war die Automatik angenehm. Sportliche kurvenreiche Strecken gibt es in Mecklenburg nicht. Dort wo es etwas kurviger wurde war die Automatik beim Anbremsen der Kurven immer im falschen Gang. Zurückschalten tut die Automatik nur wenn man beherzt auf die Bremse tritt. Wenn man vor der kurve vom Gas geht, fehlt die Motorbremse und die Automatik schaltet erst zurück wenn man beim rausbeschleunigen aus der Kurve kräftig aufs Gas tritt. Bei langsamem Gas geben tuckert die Automatik, auch im Sportmodus, mit niederer Drehzahl aus der Kurve. Manuell schalten mit den Lenkradwippen ging besser. Die Automatik schaltet dann schön mit Zwischengas zurück, verweigert aber zurückschalten bei höheren Drehzahlen. Kurven anbremsen mit Motorbremse, um dann mit der richtigen Drehzahl aus der Kurve heraus zu beschleunigen habe ich nicht geschafft. Auch habe ich es nicht geschafft den Abarth mit Motorkraft zum Driften zu bewegen. Die Automatik hat den Spaß gekonnt verhindert.
    Hier habe ich keinen Vergleich zum G160 da ich im G160 nur das Schaltgetriebe kenne.


    Motor :
    Sehr drehfreudig. Die gute Leistung hat die Automatik ausgebremst. Nur beim beschleunigen auf der Geraden war das Potenzial des Motors ein Genuss.
    Spürbar mehr Dampf als im G160 ist dank Automatik nicht angekommen.


    Ausstattung :
    Die Sitze - Super ! Nicht so viel Seitenhalt wie in den Recaros, ab für längeres cruisen spitze.
    Die Assistenzsysteme wie Seitenradar, Spurhalteassistent, i-Stopp, Reifendruckprüfer = nicht vorhanden. Ich hätte nicht gedacht das ich diese Kleinigkeiten vermissen könnte. Besonders den Seitenradar, den ich bisher meinte nicht zu brauchen.


    Fahrwerk :
    Mangels kurvenreicher Straßen konnte ich das Fahrwerk nicht ausreizen, ist aber im normalen Fahrbetrieb gleich wie mein G160. Es war für meinen Geschmack etwas zu streif auf guten Geradeauslauf eingestellt, das lässt sich aber leicht ändern.


    Zum Schluss noch ein Blick unter die Haube :


    Abarth 124-3.jpg


    Fazit :
    Nach zwei Tagen in Norddeutschland habe ich den schönen Abarth zurückgegeben und bin mit viel Freude zu meinem G160 zurückgekehrt, der auf mich am Flughafen in Linz gewartet hat.


    Einen weiteren Seitensprung ? Jederzeit gerne, wenn möglich mit Schaltgetriebe. Für den täglichen Gebrauch bleibe ich mit Freude bei meinem G160, der ist dank Schaltgetriebe viel präziser zu fahren, er ist nicht so aufdringlich und viel günstiger im Verbrauch.