Grundsätzlich sollten (Auto-)Batterien NICHT direkt nach der Ladung gemessen werden. Im Normalfall sollte für die Messung der Leerlaufspannung mind. 4 Std gewartet werden. Besser über Nacht stehen lassen. Dann ist die Leerlaufspannung ein sehr guter Indikator. Das gilt natürlich insbesondere dann, wenn die Batterie ausgebaut/nicht angeklemmt ist. Denn sollten irgendwelche anderen Umstände vorliegen, die die Batterie wieder leernuckeln, komme ich zu einer falschen Interpretation.
Bleiben wir also bei der abgeklemmten/ausgebauten Nass-Batterie. Sowohl Varta, wie auch der sehr gute Wiki-Artikel empfehlen für die "normale" Nass-Starterbatterie die Messung der Leerlaufspannung bzw. die Messung der Säure. Hierauf bezieht sich dann die Aussage, dass die Batterie nur noch x-% ihrer Kapazität aufweist. Ich hatte es jedenfalls in jeder Menge Autos, Motorrädern und Booten noch nie, dass die Messung der Leerlaufspannung/Säuredichte einer abgeklemmten/ausgebauten Batterie ein komplett falsches Ergebnis zum Zustand der Batterie lieferte.
Leigt bereits eine Schädigung vor (z. B. Innenwiderstand) hat man in aller Regel das Verhalten, dass die Batterie recht schnell voll geladen ist, aber schon bei kleineren Entladeströmen schnell zusammenbricht. Die Messung des Innenwiderstandes mit speziellen Prüfgeräten bestätigt letztlich aber auch nur die aufmerksame Beobachtung.
Komplizierter wird's mit AGM Batterien, die auch bei AMG verbaut werden. 
Hierzu sind spezielle Messgeräte erforderlich die aber letztlich den "Hausfrauentest" auch nur bestätigen: Alle Verbraucher einschalten und Motor starten. Wenn das zwei, drei Mal hintereinander ohne murren klappt, sieht das gar nicht schlecht aus. Wenn sich dann auch alle Systeme schnell und korrekt initialisieren können, ist man noch gut unterwegs.
Hier noch der Wiki-Artikel (beachte das Kapitel Wartung, Pflege und Prüfung)
und
die Varta-Infos (beachte den Punkt zu den Nassbatterien)